Fuenfundzwanzig

Posted by on Nov 27, 2009 in In Worten | 4 Comments

An normal beweglichen Tagen, an denen ich nicht gerade herum laufe und kaum dazu komme Luft zu holen, loest sich der Zwischenraum in dem Gedanken auf, es koennte etwas nicht stimmen.

Alles ist schoen irgendwie und alles funktioniert irgendwie. Ich mache alles und nichts, bin ausgelaugt und gelangweilt, ueber- und unterfordert zugleich, irgendwie will ich das hier, aber alles, wirklich alles ist noch immer sehr unwirklich. Vielleicht aber ist es auch genau das, was uns Menschen auf die naechste Stufe stellt. Wir werden quasi gestellt, befoerdert sozusagen. Ich fuer meinen Teil habe nur Job und Ort gewechselt, Freund auch. Aber diesmal ist alles bedachter. Ich mache jetzt oefter frueh das Bett, bevor ich aus dem Haus gehe. Ich gieße meine Pflanzen und schließe die Haustuer ab. Ich habe eine Monatskarte und mein Freund hat kleine Lachfalten um die Augen.
Ich gebe nicht auf. Ich hoere nicht auf Unmut in mir, sondern auf Kraft. Wenn ich heute lache, meine ich es ganz ernst und dass ich heute weine, passiert nur noch selten. Ich rauche nicht mehr und bin dick geworden, ich nehme mir vor, ab kommendem Jahr regelmaessig Sport zu machen. Ich wuensche mir von ganzem Herzen einen Camping-Rucksack mit allem Drum und Dran, damit ich 2010 mehr sehe von der schoenen Welt.

Frueher habe ich immer Angst vor Veraenderung gehabt, als ich 16 war und der Boden unter meinen Fuessen aus Milchstrassen und Sonnenstaub bestand.
Heute fuelle ich Denkpausen mit diesen Aengsten, streichle sie sanft, befinde irgendetwas fuer ganz komisch und seltsam und freue mich darueber, wie unkompliziert Aengste sein koennen, wenn ich nur etwas Abstand dazu gewinnen kann.

theGRUNGEone

…Gruesse aus dem Zug nach Leipzig!!! :D

4 Comments

  1. Marlon
    30. November 2009

    Alles gute zum burzeltag , und mach dir keine sorgen bin auch scho bei der 2 und der 4 aber das leben geht sicherlich weiter

  2. theGRUNGEone
    30. November 2009

    Ich hab aber gar nicht Geburtstag :D

    Ich wollte nur meinen aktuellen Zusatnd mit der Ãœberschrift rechtfertigen.

  3. Laura
    11. Dezember 2009

    Wow, du spricht mir aus dem Herzen! Ich glaube, so oder so ähnlich fühlt sich erwachsen werden an!

  4. theGRUNGEone
    11. Dezember 2009

    Ja und es ist dann und wann wirklich erschreckend, wie schnell Dinge auf einmal gehen und wie gewaltig sie sind.

    :)

Leave a Reply