Wie ein schlechter Geruch ziehen sich die Bilder entlang der Strecke durch die Stadt. Ich drehe mich jedes Mal in eine andere Richtung, wenn ich an unseren Denkmälern vorbei krieche. Alles erinnert mich an dich, gräbt sich aus und verbissen tief hinein.
Das betonierte Flußufer brannte unter unseren Füßen in einer düsteren Gewitternacht; wie wir düster liebten und waren und trotzdem feige genug, es nicht zu sein.
Auf der anderen Straßenseite der darüber liegenden Brücke konnte ich morgens oft noch leere Weinflaschen stehen sehen, die ich am Abend zuvor mit dem getrunken hatte, den ich nicht an deine Stelle geschoben habe, obwohl mir das Gefühl für das Gefühl ausging. Sanft bettete er all das in kleine, flauschige Wölkchen, was du im Wasser ertränkt hast; ich schwimme lieber, ich schwimme.
Die Straße runter, die Allee, an den Bäumen, auf den Steinen, ringsum helle Flecken, Stellen, wie von Chlor gebleicht, zerfressen, aufgedunsen, durchtränkt, schimmelig. Weiße Nichts-Löcher überall in dieser Stadt, klein, winzig, manchmal mittelgroß, ich sinke daran vorbei, hin, weg.
Nördlich liegt die kleine Gasse, in der du jetzt wohnst. Die Mündung wie eine Schlucht, gewaltig, steil, dahinter ein Schwarz, eine endlose Tiefe. Ich richte mein Gesicht gen Süden. Ich habe keine Angst, wenn ich die dumpfe Leere nur hören muss.
theGRUNGEone
Eine Antwort zu “silent thought”
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Roonie sagt:
July 10th, 2008 at 21:03Hey,
schöne Worte und Bilder.
Ich kann das ganz gut nachfühlen, und seh auch noch nicht wirklich das Licht am Horizont, wobei ich nicht mal weiß, ob ich mich in die richtige Richtung des Lichtes bewegen, oder ob ich vielleicht doch immer wieder zum Tal der Schmerzen zurückkehre.
Oh du meine Odyssee, hab’ bitte ein Ende.Wenn du mal reden möchtes, ich komm ja ab und zu im Büro vorbei.
Liebe Grüße
