Nachtflug
Und jedesmal lande ich in der selben beschissenen Sackgasse. Alles um mich herum verschwindet, während es wächst. Alles verschwimmt zu einem einzigen Brei, wird grau. Grauzone.
Keiner ist da, als ich durch die Nacht laufe. Keiner schreit, keiner lacht, alles ist still. Und laut dringt es durch mich hindurch, will mich nicht in Ruhe lassen. Ständig bin ich auf der Suche. Manchmal geht es, dann kommt es wieder, da und dort vergesse ich es einfach. Aber plötzlich überrascht es mich und schlägt mir die Faust mitten ins Gesicht.
Ich will, dass du mich liebst, aber ich hasse, wenn du es tust. Ich will, dass du da bist, aber erschwache, wenn genau das passiert. Du tust mir nicht gut, aber du faszinierst mich, ich kann für kurz leben, um dann dahin zu krepieren.
Ich verstehe dich nicht und will es auch nicht. Aber ich fühle dich. Jede verdammte Sekunde.
Keiner ist da, als ich durch die Nacht laufe. Alles ist laut und grell. Alles lacht, alles ist schwer und alles ist so unsinnig. Den Weg glaube ich gefunden zu haben, glaubte ich immer. Ich halte ihn, gehe ihn und erforsche ihn.
Keine Orientierung mehr. Alles ist so besoffen, so schmierig, alles ist nicht kalt, sondern viel zu heiß. Die Luft ist voller Musik, der Himmel immer ohne riesige Wolken.
Es regnet jedesmal, wenn ich nicht alleine fliege.
Jedes verdammte Mal.
Einfach nur wunderschoen…
…und trifft mich mitten rein….
